Keyboardklasse


Seit dem Schuljahr 2014/15 haben wir mit dem abgewandelten Konzept der „Yamaha KeyboardClass“ begonnen und sog. Keyboardklassen eingerichtet.

Je eine der wöchentlich regulär stattfindenden Doppelstunde Musik der gegenwärtigen Klassen 7c/d und 7e/f (Schuljahr 2017/18) wird in unserem modern eingerichteten Keyboardraum (siehe Ausstattung) erteilt.

Keyboardklassen sind eine langjährig bewährte Form des Klassenmusizierens und stellen das instrumentale Musizieren in den Mittelpunkt eines erweiterten Musikunterrichts.

Die Schüler erlernen ein Instrument und musizieren im Klassenverband.

 

Musiktheoretische Inhalte können handlungsorientiert vermittelt werden. Das Keyboard dient einerseits als hervorragendes methodisches Werkzeug für den Musikunterricht:

  • die Tastatur als praktische Methode zum „Begreifen“ von Musiktheorie
  • die Anordnung der Tastatur visualisiert das diatonische Tonsystem
  • die gleichbleibend einheitliche Stimmung des Instruments bietet von Anfang eine gute Basis zum Musizieren und für die Gehörbildung (das Instrument kann nicht verstimmen!)

 

Andererseits hat sich das Keyboard zu einem eigenständigen und vollwertigen Musikinstrument entwickelt, auf dem man von Beginn an sowohl im Ensemble als auch solistisch musizieren kann.

Es ermöglicht:

  • das Erlernen des beidhändigen Spiels (Fingersätze, Korrektur der Hand- bzw. Fingerhaltung)
  • eine breite Klangfülle
  • verschiedene Stilistiken (Wiedergabe von alter Musik bis in den Bereich der Pop- u. Dancemusik)
  • das Erlernen verschiedener Spieltechniken (Voice Play, Split Play, Keyboard Percussion, Djing etc.)
  • das Erlernen der Grundfunktionen des Keyboards (Registrierung, Metronom, Tempo etc.)

 

Von Anfang an kann im Duettspiel (z. B. linker Musiker spielt die Bassstimme, rechter Musiker ein Melodieinstrument (Split-Funktion) od. im Klassenensemble musiziert werden.

Alle Schüler spielen die gleiche Stimme z.B. zu einem Playback, od. die Klasse wird in Gruppen aufgeteilt, die dann verschiedene Stimmen übernehmen.

 

Eine Differenzierung nach Schwierigkeitsgrad ist jederzeit möglich.

 

Kopfhörer bieten „Stillarbeit“ in partnerschaftlichen Übephasen.

 

Ganz nebenbei werden wichtige Schlüsselqualifikationen spielerisch erworben:

  • einander zuhören
  • Rücksicht nehmen
  • sich gegenseitig unterstützen
  • Teamfähigkeit

So können andere schulische Bereiche davon profitieren. Die Konzentrationsfähigkeit steigt; Ausdauer und Merkfähigkeit werden verbessert.

 

 Am Ende sei noch erwähnt:

„Musik fordert das Gehirn in selten komplexer Weise heraus, weil beim Musizieren Hören und Sehen, Fühlen und Tasten, Bewegung und Koordination, Imagination und Kreativität in besonders intensiver Weise miteinander verbunden werden. Insofern ist das Beste, was wir einem Kind bieten können, zu ihm und mit ihm zu singen, zu spielen und zu tanzen."

(Prof. em. Dr. Wilfried Gruhn, Musikpädagoge an der Musikhochschule Freiburg und seit 2009 Vorsitzender der Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft, Berlin)

 Frau Klinke